Hauptsaison! Die Insel zeigt ihre besten Seiten: Sonne und Strand, Baden im Meer, ein vielfältiges gastronomisches Angebot vom Ostfriesentee bis zur Nordseescholle mit Krabben und ein abwechslungsreiches Programm mit Kultur und Sport. Das alles bietet Nordseeurlaub im Sommer auf Juist. Für mich ist das Schönste aber immer wieder der Spaziergang am schier endlosen Strand, mit einem offenen Himmel und wechselndenden Wolkenbildern – oder strahlend blau, wie an vielen schönen Sommertagen. Beste Voraussetzungen für Erholung und Entspannung auf Juist, dem Töwerland mitten in der Nordsee.

„Wat mokst Du den doar?“ – „Ich baue die Hütte ab!“, antwortete der Zimmerer. „De lat man stahn, brukst allwedder. Is ja bis Wiehnachten nich mehr lang hin!“ So der Wortwechsel der Insulaner heute Nachmittag. Der Zimmerer hatte angefangen, die Glühweinhütte vor dem Café Meeresrauschen in der Friesenstraße abzubauen. Die (Weihnachts-)Saison ist zuende. Auf der Insel wird es wieder ruhig, auch ich fahre morgen nach Hause und träume wieder einmal davon, einmal so lange hier bleiben zu können, bis mir langweilig wird. Aber es ist schön, (fast) als letzte abzureisen oder – wie im letzten Jahr – vor den anderen Gästen anzukommen. Es ist eine schöne Stimmung hier auf der Winter-Insel und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch hier auf Juist!

Zum Jahreswechsel bin ich wieder auf Juist: vier Tage im Winter sind so erholsam wie vier Wochen im Sommer – so meine Erfahrung. Das liegt sicher an der besonderen Ruhe, die diese Insel gerade im Winter ausstrahlt. Gestern war herrlicher Sonnenschein und nach dem Sturm am Vortag wirkte der Strand morgens wie leergeputzt. Kilometerweit flacher Strand, noch nass von der Überspülung des ablaufenden Wassers. Am Nachmittag ging es dann Richtung Westen, noch einmal bis ins Loog die stahlende Sonne genießen. Am Ufer war nicht nur ein Seehund zu beobachten, der sich auf dem Sand ausruhte, sondern auch wieder ein vom Sturm angestriebenes Seezeichen: eine gelbe Boje – vielleicht können Sie die Aufschrift „Juist“ darauf erkennen?

Gerade noch, genauer am 02. September, habe ich bei einem Tagesausflug nach Juist im Meer gebadet (18 Grad), nun zieht schon der erste Herbststurm auf. Nach einem – wie ich finde – perfekten Sommerurlaub auf der Insel: jede Woche ein bis zwei richtig warme Sonnentage, dazwischen wieder angenehmes „Hauterholungswetter“ (also keine Sonnenallergieplage!), ist nun quasi über Nacht der Herbst ins Land gezogen. Die Insel zeigt sich wieder von einer neuen – schönen – Seite. Die letzten Brombeeren locken am Wegesrand, im Wäldchen beginnt die Herbstfärbung und es wird ruhiger auf der Insel. Die Sommergäste sind weg, jetzt kommen die Inselfreunde, die auf einen Nachklapp des Altweibersommers hoffen, Wolkenspiel am Himmel und Sturmwellen bei langen Strandspaziergängen aber ebenso genießen können. Leider habe ich jetzt keinen Urlaub mehr. Aber die ersten Buchungs-Anfragen für 2018 trudeln bei mir ein, und so weiß auch ich: Der nächste Juisturlaub kommt bestimmt!

„Mama, müssen wir wirklich schon losfahren? Das Schiff geht doch erst in fünf Stunden!“ – Ja, wie immer fahren wir auch diesmal fünf Stunden vor Abfahrt des Schiffes zu Hause in Lüneburg los. Immerhin sind es 300 Kilometer quer durch Norddeutschland bis zum Anleger und auf der A 1 ist immer mal wieder um Bremen herum mit Stau zu rechnen. Aber auch diesmal geht alles gut – der Stau ist nur auf der Gegenfahrbahn und hält uns somit nicht auf. Auf halber Strecke in „Hasbruch“ gibt es einen Kaffee, den Rest des Weges findet das Auto dann wie von allein… Eineinhalb Stunden vor Abfahrt des Schiffes stellen wir das Auto auf dem Frisia-Parkplatz ab. „Siehste Mama, viel zu früh!“ Aber wir haben Glück: Mit dem Vorschiff geht es auf die Insel, viel früher als gedacht kommen wir an. Endlich wieder auf Juist!

Die Ferieninsel Juist hat sich auf die neue Urlaubssaison eingestellt: Alle Vorbereitungen sind getroffen und die Handwerker legen ihre Werkzeuge aus der Hand. Nun sind wieder Wind, Brandung und Möven die vorherrschenden Geräusche auf der Insel. Am Strand werden die ersten Strandkörbe von den Urlaubern bezogen und Schilder weisen auf Badezeiten hin. Die Wassertemperaturen sind mit 15 – 16 Grad noch niedrig, aber die ganz Mutigen wagen schon ein Bad in den Wellen. Aber es wird nun nicht mehr lange dauern, bis die Sonne Strand und Meer auf Sommer-Betriebstemperatur bringt! 🙂

Am zweiten Februarwochenende konnte ich für ein paar Tage auf die Insel fahren und schönste Juister Wintertage erleben! Ein langer Strandspaziergang bei Schneetreiben und Ostwind – ein traumhaftes Wintererlebnis auf der Insel Juist! Knirschender Schnee auf dem Wattboden, in der Ferne ein paar Winterwanderer – genauso dick eingemummelt wie ich. Zwischendurch ließ sich hoch oben über der Dünenkante im Grau des Himmels schließlich noch die Sonne erahnen. Zurück in der warmen Wohnung gab´s heißen Tee und ein paar Kekse aus Günther´s Nougatgeschäft – denn nicht nur die Bill, sogar Bäcker Remmers machte Betriebsferien: Juist im Winterschlaf! Die Einsamkeit und das raue Wetter waren genau richtig, um den eigenen Akku wieder aufzuladen – drei Tage Juist im Winter sind so erholsam wie drei Wochen Juisturlaub im Sommer!

Zum Jahreswechsel haben wir wieder einmal ein beeindruckendes Feuerwerk auf Juist erlebt: Silvester waren wir um Mitternacht mit vielen anderen auf der Aussichtsplattform am Hauptstrand um das Feuerwerk von Kurhaus und Juister Hof zu beobachten. Die leuchtenden Sterne gaben ein wunderbares Farbenspiel über dem Kurhaus. So haben wir mit den Juistern und ca. 5000 Gästen auf der Insel das neue Jahr auf Juist begrüßt und hoffen wieder auf schöne Urlaubstage in 2017: mit Ostfiesentee, Strandspaziergängen, Wind und Wellen, schönen Begegnungen, dem wunderbaren Licht der Insel, Baden in der Brandung der Nordsee und vielem, vielem mehr, was zu unserem unverwechselbaren Juist gehört!

Nachdem ich bei meinem Juistaufenthalt im Herbst jeden Tag Handwerker im Haus hatte, genieße ich die Tage zum Jahreswechsel nun doppelt: Die Wohnung ist viel schöner als vorher und ich habe Zeit für lange Strandspaziergänge auf meiner Lieblingsinsel Juist.

Das Schlafzimmer ist nun hell möbliert und es gibt Platz genug, wie man auf den Bildern sehen kann. Auch der Flur ist nun hell und freundlich, es gibt eine Bank und mehr Stellplatz.

Und Juist zeigt sich wieder einmal von seinen besten Seiten: Strahlender Sonnenschein lockte mich an den Strand und natürlich zur Bill. Am Strand gab es gestern und vorgestern viele angespülte Seesterne – die letzten habe ich in meiner Kindheit an der Nordsee gesehen! Und gestern hätte man Wellhornschnecken eimerweise am Strand einsammeln können, so viele gab es. Am Spülsaum war viel zu finden – nur Bernstein war für mich wieder nicht dabei – den finden immer nur die anderen…

Heute am Altjahrsabend ist der Himmel wolkenverhangen. Aber wie alle Nordseefans wissen: Jedes Wetter hat hier seinen Reiz! Im Familien- und Freundeskreis verabschieden wir dieses Jahr dann beim Silvesterfeuerwerk auf der Aussichtsplattform am Kurhaus. Ich wünsche allen Juistfans und denen, die es werden wollen, ein gutes, gesegnetes Jahr 2017!

 

 

In diesem Winter hatten wir in Norddeutschland mal wieder kaum Schnee, aber nun, so kurz vor Schluss, wo die Tage schon länger werden und man nicht mehr im Dunkeln zur Arbeit fahren muss, hat uns noch die Grippe ereilt. Ja, die „echte“ Grippe: nun kennen auch wir den Unterschied zwischen Erkältung und Grippe und haben auf diese Weise noch einmal bestätigt bekommen, dass wirklich Winter war. „Kinder, Ihr müsst nach Juist!“, hätte meine Mutter in dieser Situation gesagt. Ja, einmal richtig durchpusten lassen, eine doppelte Portion Sonne tanken und den Vitamin-D-Spiegel wieder hochfahren und bei langen Strandspaziergängen und schönsten Tee-Pausen den Akku wieder auffüllen. – Ein paar Tage müssen wir uns noch gedulden, aber gleich nach Ostern geht´s endlich auf die Insel, unser Töwerland Juist!